Vinschgau

Der Vinschgau liegt im Westen von Südtirol. Er gilt als der niederschlagsärmste Bezirk. Im Gegensatz zum oberen Vinschgau, der für Rinderzucht und Molkerei bekannt ist, wird im unteren Vinschgau der Apfelanbau betrieben. Von Schluderns bis Latsch dehnt sich der nahezu kahle Sonnenberg aus. Glaubt man den Erzählungen, so wurde der Sonnenberg abgeholzt und das Holz für den Erbau von Venedig verwendet. Sinnbild des Vinschgaus ist der Kirchturm im Reschensee.

 

Die größte Erhebung ist der Ortler mit einer Höhe von 3905 Metern. Eine weiter Sehenswürdigkeit ist der 1935 erschaffene Nationalpark Stilfser Joch. Er umfasst 135.000 Hektar von welchen etwa 30 % zu Südtirol gehören. Es werden Wanderungen, Exkursionen und Diavorträge empfohlen. Hirsche, Rehe, Gämse, Steinböcke, Füchse, Murmeltiere, Dachse oder Wiesel sind hier beheimatet. Auch für Biker ist der Vinschgau wie geschaffen. Auf der 150 km langen Fahrradstrecke liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Raststätten und Grillplätze. Die beliebteste Tour ist die Strecke vom Reschenpass zum Gardasee. Kulturbegeisterte zieht es in die einzigartigen Burgen, Kapellen, Kirchen, Schlösser und Klöster. Sehenswert ist auch die traumhafte mediävale Stadt Glurns.

Zu den Gemeinden des Vinschgaus gehören Graun, Mals, Prad, Stilfs, Schluderns, Taufers, Martell, Kastelbell-Tschars, Latsch, Laas und Schnals. Im Vinschgau wird zum größten Teil deutsch gesprochen. Im Verhältnis zum restlichen Südtirol sprechen nur wenige italienisch.

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